Das Derby von Eintracht Braunschweig – Hannover 96: Netzwerk und KoFaS ziehen im Sicherheitsdiskurs eine positive Bilanz!

Am Sonntag, den 6. November 2016, trafen in Braunschweig der BTSV und Hannover 96 in der 2. Liga-Begegnung aufeinander. Nicht nur das Spielergebnis war am Ende mit einem 2:2 ausgeglichen, sondern auch die Stimmung aller beteiligten Netzwerkpartner_innen, wie z.B. Vertreter_innen der Polizeidirektionen aus Hannover und Braunschweig, der ZPD Niedersachsen, beider Fanprojekte sowie beider Vereine – trotz einiger unschöner Transparente und Pyrotechnik im Stadion.

Im Gegensatz zu den Derby-Spielen davor fühlten sich dieses Mal alle Netzwerkpartner_innen in ihrer Expertise wahr- und ernst genommen: Besonders die Kommunikation zwischen Polizeibeamt_innen und dem Fanprojekt funktionierte deutlich besser. Auch der Gesamteinsatzleiter, Roger Fladung, zog in der Pressemitteilung der Polizei eine positive Bilanz. Er sprach von einem „friedlichen Fußballfest“. Der Polizeipräsident Michael Pientka resümierte: „Unser Polizeikonzept war geprägt vom Dialog mit den Fans und mit den Sicherheitspartnern. Dieses Konzept ist aufgegangen.“ Und an diesem Konzept – mit einer Dialogförderung im Vorfeld, gemischten Dialog-Teams am Spieltag auf Seiten der Heim- und Gastfans sowie der Nutzung von Lautsprecher-Durchsagen etc. - waren auch die Mitarbeiter_innen der KoFaS beteiligt.

Wie bereits berichtet, organisierten, moderierten und protokollierten Jonas Gabler, Alexander Jahrling (SWD), Cristin Gießler und Franciska Wölki-Schumacher in der Vorbereitung auf das Hinspiel einen Netzwerk-Workshop, der von 90,5 % der befragten Teilnehmer_innen als hilfreich für ihre Derby-Arbeit empfunden wurde.

Waren 2014 in Braunschweig trotz des umstrittenen Kombiticketings noch 2.600 Beamt_innen im Einsatz, waren es aktuell 2016 mit einer Zahl von 2.000 zumindest weniger – dazu ohne weitere Verhaftungen oder verletzte Personen am Spieltag.

Eine gemeinsame, detaillierte Nachbereitung des Einsatzes im Netzwerk steht noch aus, die Vorbereitung des Rückspiels an – und die KoFaS bleibt am Ball!

 
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